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Mähfreier Mai
Pünktlich zum Frühlingsstart ruft die Deutsche Gartenbau-Gesellschaft 1822 e.V. auch in diesem Jahr zum „Mähfreien Mai“ auf. Die Aktion möchte Gartenbesitzer, Städte und Unternehmen dazu bewegen, ihre Rasenflächen im Mai einfach mal wachsen zu lassen. Ziel ist der Schutz der Artenvielfalt – und das mit einem besonders einfachen Rezept: Nicht mähen.
„No Mow May“, wie die Initiative ursprünglich in Großbritannien hieß, zeigt Wirkung. Lässt man den Rasen stehen, kehren bunte Wiesenblumen wie Wiesen-Margerite, Wiesen-Salbei oder Wilde Möhre zurück. Diese locken Schmetterlinge, Bienen und andere Bestäuber an. Je vielfältiger die Pflanzen, desto lebendiger wird der Garten. Und das nicht nur optisch – auch der Boden verbessert sich. Wasser wird besser gespeichert, die Erde bleibt lockerer und Mikroorganismen finden ein Zuhause.
Mitmachen ist leicht: Ab dem 1. Mai einfach einen Quadratmeter Rasen markieren und zählen, wie viele Blütenarten sich dort zeigen. Wer möchte, kann seine Ergebnisse bis zum 31. Mai an die Gartenakademie Rheinland-Pfalz senden: gartenakademie@dlr.rlp.de.
Zusätzlich können Fotos unter dem Hashtag #maehfreiermai auf Instagram gepostet werden. Die drei artenreichsten Wiesen gewinnen ein Gartenfachbuch und heimische Saatgutmischungen – bereitgestellt von der Deutschen Gartenbau-Gesellschaft 1822 e.V.
Die Idee dahinter ist bestechend einfach. Wer nichts tut, tut Gutes – zumindest im Mai. Denn Studien zeigen: Selbst kleine ungemähte Flächen helfen, die Artenvielfalt zu fördern. Wenn sich das Mikroklima verbessert, summt und brummt es bald wieder im eigenen Garten.
„Gut 75 Prozent der Haushalte in Deutschland haben einen Garten“, sagt die Deutsche Gartenbau-Gesellschaft. „Da steckt enormes Potenzial!“ Auch Firmengelände oder öffentliche Grünflächen lassen sich einbeziehen. So wird der Wonnemonat Mai auch zum Monat der Blütenvielfalt.
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Geschrieben von: Leona Winterfeld
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