Verkehrsbehinderungen durch Demonstration erwartet
Die Gewerkschaft ver.di ruft für heute zu einem ganztägigen Warnstreik in Bad Kreuznach auf. Beschäftigte aus Stadtverwaltung, Sparkasse und dem Kommunalverkehr Rhein-Nahe sind aufgerufen, sich zu beteiligen. Die Gewerkschaft ver.di organisiert die Demonstration mit anschließender Kundgebung. Die Teilnehmer versammeln sich ab 7 Uhr auf dem Kornmarkt, bevor der Protestzug ab 8 Uhr zum Europaplatz am Bahnhof zieht. Laut der Bad Kreuznacher Stadtverwaltung kann es zu zwischenzeitigen Sperrungen folgender Straßen kommen:
- Wilhelmstraße zischen Mühlenstraße und Europaplatz in Fahrtrichtung Kreuzkirche
- Bosenheimer Straße ab Fleischhauer-Kreisel in Fahrtrichung Ochsenbrücke
- Alzeyer Straße ab Ringstraße in Fahrtrichtung Bosenheimer Straße
Nahverkehr betroffen – aber keine großen Ausfälle
Da auch Mitarbeiter der KRN streiken, war mit Ausfällen im Busverkehr gerechnet worden. Jürgen Weber, Leiter der Verkehrsplanung, erklärte gegenüber Antenne Bad Kreuznach jedoch am Morgen: „Nach aktuellem Stand konnten alle offenen Dienste besetzt werden. Wir konnten im Vorfeld unsere Personalkapazitäten entsprechend ausrichten, sodass alle Schulfahrten und Linienfahrten durchgeführt werden können“. Einzig auf der Bad Kreuznacher Citybuslinie 210 könne es zu Ausfällen kommen, so Weber weiter.
Tarifverhandlungen ohne Angebot der Arbeitgeber
Hintergrund des Streiks in Bad Kreuznach sind die laufenden Tarifverhandlungen für den öffentlichen Dienst. Die Gewerkschaft fordert acht Prozent mehr Lohn, mindestens jedoch 350 Euro zusätzlich pro Monat. Außerdem verlangt sie höhere Zuschläge für belastende Tätigkeiten und drei zusätzliche freie Tage. Gewerkschaftssekretär Christian Baer sagt dazu: „Die Beschäftigten in Bad Kreuznach leisten täglich gute Arbeit – sei es beim sicheren Transport der Menschen in Bussen, bei der Beratung in der Sparkasse oder in den Kitas für unseren Nachwuchs. Sie erwarten zu Recht, dass sich die Arbeitgeber bewegen.“ Da die Arbeitgeber in der ersten Verhandlungsrunde kein Angebot vorgelegt hätten, wolle die Gewerkschaft mit dem Warnstreik ein Zeichen setzen. Sollte es keine Fortschritte geben, sind weitere Arbeitsniederlegungen möglich. Die Tarifgespräche werden nächste Woche fortgesetzt.
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